Vergleich Super-Weitwinkel-Zoom: AF-S Nikkor 14-24mm vs. 17-35mm 1:2.8


Autor: Dominik

Vergleich der beiden besten Nikkor-Weitwinkel-Zoom-Objektive: dem legendären 14-24mm 1:2.8 G ED mit dem nicht weniger bemerkenswerten 17-35mm 1:2.8 D IF ED.

1. Produkt

Superweitwinkel-Objektive für Vollformat-DSLR-Kameras im Profi-Bereich

2. Unternehmen

  • Nikon Corporation AG (seit 1917), Shinagawa Intercity Tower C, 2-15-3, Konan, Minato-ku, Tokyo 108-6290, Japan
  • Made in Japan

3. Kauf

  • 12/2014, 14-24mm: neu 1.550,-€ (UVP 1.900,-€)
  • 08/2021, 17-35mm: gebraucht 453,-€ (UVP 1.900,-€)

Als ich 2014 vom DX auf das Nikon FX-Format umgestiegen bin, musste für mich als Fan weiter Landschaften natürlich unbedingt das Nikkor 14-24mm her. Zuvor hatte ich an der D7100 oft das 17-55 verwendet, aber auch das 11-16mm Tokina machte mich nicht glücklich (von der Bildqualität schon gar nicht). Dem 14-24mm eilte sein Ruf als eines der legendärsten Weitwinkel-Objektive voraus, auch weil es trotz des großen Blickwinkels eine sehr hohe Schärfe versprach. Nicht umsonst rüsteten selbst Canon-Fotografen ihre EOS auf, um auch in den Genuss dieses Objektives kommen zu können.

Das 17-35mm hat mich jedoch jahrelang gewurmt, und nur weil viele Tests der Meinung waren, es könne nicht mit der Schärfe des 14-24mm mithalten, habe ich Abstand von dieser doch eigentlich sehr interessanten Linse genommen. Bis ich es dann eines Tages doch selbst heraus finden wollte…und so kam dieser Vergleich zustande.

AF-S Nikkor 17-35mm
Kauf als Neuware
in gebrauchtem Zustand und ohne Beilagen gekauft

4. Spezifikationen

14-24mm

  • Objektivtyp: AF-S-Zoom-Nikkor mit G-Charakteristik, eingebauter CPU und Nikon-F-Bajonett
  • Brennweite: 14–24mm
  • Lichtstärke: f/2,8
  • Optischer Aufbau: 14 Elemente in 11 Linsengruppen (2 Linsenelemente aus ED-Glas, 3 asphärische Linsen und einige Linsen mit Nanokristallvergütung)
  • Bildwinkel: 114° – 84° mit Nikon-Film-Spiegelreflexkameras im 35 mm-Format (135) und Digital-Spiegelreflexkameras im Nikon-FX-Format90° – 61° mit Digital-Spiegelreflexkameras im Nikon-DX-Format102° – 71° mit IX240-Systemkameras
  • Brennweitenskala: 14, 15, 16, 18, 20, 24mm
  • Entfernungsdaten: Übermittlung an die Kamera
  • Zoomen: Manuell über separaten Zoomring
  • Fokussierung: Innenfokussierung nach dem Nikon-IF-System (mittels integriertem Silent-Wave-Motor); manuell über separaten Fokussierring
  • Entfernungsskala: Unterteilt in Meter und Fuß, von 0,28 m bis unendlich (∞)
  • Kürzeste Aufnahmedistanz: 0,28 m von der Sensorebene gemessen (bei Brennweite 18 bis 24 mm), 0,3 m von der Sensorebene gemessen (bei weniger als 18 mm)
  • Maximaler Abbildungsmaßstab: 1:6.7
  • Blende: Irisblende mit 9 gerundeten Lamellen
  • Blendensteuerung: Vollautomatisch
  • Blendenbereich: f/2,8 – 22
  • Belichtungsmessung: Offenblendenmessung
  • Blitzaufnahmen mit Kameras mit eingebautem Blitz: Vignettierung bei allen Aufnahmeentfernungen
  • Abmessungen: ca. 98 x 131,5 mm (Durchmesser x Länge bis Flansch)
  • Gewicht: ca. 970 g (Herstellerangabe), 1026 g nachgemessen
  • Bajonett-Gegenlichtblende: fest integriert
  • Frontabdeckung: LC-1424
  • Objektivbeutel: CL-M3
AF-S Nikkor 14-24mm
Gewicht

17-35mm

  • Objektivtyp: AF-S-Zoom-Nikkor mit D-Charakteristik eingebauter CPU und Nikon-Bajonett
  • Brennweite: 17 – 35 mm
  • Maximale Blendenöffnung: f/2,8
  • Optischer Aufbau: 13 Linsen in 10 Gruppen (2 Glasform-asphärische,1 Verbund-asphärische und 2 ED-Linsenelemente)
  • Bildwinkel: 104°-62° mit Nikon-Film-Spiegelreflexkameras im 35 mm-Format (135) und Digital-Spiegelreflexkameras im Nikon-FX-Format79°-44° mit Digital-Spiegelreflexkameras im Nikon-DX-Format91°-52° mit IX240-Systemkameras
  • Brennweitenskala: 17, 20, 24, 28, 35 mm
  • Entfernungsdaten: Ausgabe an die Kamera
  • Zoomen: Manuell über separaten Zoomring
  • Fokussiersystem: Innenfokussierung nach dem Nikon-IF-System (mittelsintegriertem Silent Wave-Motor); manuell über separaten Fokussierring
  • Entfernungsskala: Unterteilt in Meter und Fuß, und zwar von 0,28 m bisunendlich (∞)
  • Kürzeste Aufnahmedistanz: 0,28 m von der Sensorebene gemessen (über den gesamten Brennweitenbereich)
  • Blendenskala: f/2,8 – f/22, sowohl auf der Standardskala als auch der Skala für Blendendirekteinspiegelung
  • Verriegelung für kleinste Blende:Vorhanden
  • Blendenart: Vollautomatisch
  • Belichtungsmessung: Offenblendenmessung bei Kameras mit AI-Blendenkupplung oder CPU-Interface-System; Arbeitsblendenmessung bei allen anderen Kameras
  • Befestigungsgröße: 77 mm (P = 0,75mm)
  • Blitzaufnahmen mit Kameras mit eingebautem Blitz: je nach Kameramodell teilweise Vignettierung unter 20mm und bei einigen Aufnahmeentfernungen; Beispiel D800: ab 28mm / 1,5m keine, bei 35mm uneingeschränkt
  • Abmessungen: ca. 83 mm Durchm. x 106 mm (Länge bis Flansch); Gesamtlänge ca. 115 mm
  • Gewicht: ca. 745 g (Herstellerangabe), 789 g nachgemessen
  • Bajonett-Gegenlichtblende: HB-23
  • Frontabdeckung: LC-77
  • Objektivköcher: CL-76
AF-S Nikkor 17-35mm
Gewicht

5. Praxis

Das 14-24mm, welches ich vor knapp 7 Jahren neu gekauft hatte, befand sich nach wie vor in tadellosem Zustand und funktionierte einwandfrei, nie hatte ich damit auch nur irgendwelche Probleme. Das gebraucht gekaufte 17-35mm sah schon etwas mitgenommener aus, musste deutlich älter sein, zudem war der Zoom-Ring anfangs etwas schwergängig und der Autofokus quitscht leider immer noch. Aus diesem Grund, und auch all den Vergleichen anderer Fotografen hatte ich eigentlich erwartet, dass das deutlich ältere und gebrauchtere 17-35mm das neuere und tadellose 14-24mm nicht übertreffen kann. Eigentlich.

AF-S Nikkor 14-24mm vs. 17-35mm 1:2.8
AF-S Nikkor 14-24mm vs. 17-35mm 1:2.8

Das kompaktere 17-35mm wiegt 237 Gramm weniger als das deutlich wuchtigere 14-24mm, statt 14 Elemente in 11 Gruppen besitzt es 13 in 10, und das mit einer Innenfokussierung. Zwar muss man auf 3mm Brennweite verzichten, d.h. der maximale Bildwinkel schmälert sich von 114°-84° beim 14-24mm auf 104°-62°, aber der größere Zoombereich von 18mm statt nur 10mm bei 14-24 macht es deutlich universeller im Anwendungsbereich. Zudem habe ich das 14-24mm fast ausschließlich bei 14mm Brennweite genutzt, und ich hätte mir auch eine vergleichbare Festbrennweite zugelegt, wenn diese mindestens so scharf wie das Zoom gewesen wäre.

AF-S Nikkor 14-24mm vs. 17-35mm 1:2.8
AF-S Nikkor 14-24mm vs. 17-35mm 1:2.8

Den Hauptgrund für mein Interesse am 17-35mm gegenüber dem 14-24mm waren jedoch weniger der Zoombereich oder das Gewicht und die Abmaße, sondern das größte KO-Kriterium am 14-24mm. Denn an dieser sonst erstklassischen Linse lassen sich leider keine Standartfilter einschrauben. Die nicht-abnehmbare Sonnenblende ist fester Bestandteil des Objektivs, ein Filtergewinde gibt es damit nicht. Oftmals musste ich das 24-70mm raus holen, um dann bei 24mm Brennweite ein Foto mit Filter machen zu können, welches ich eigentlich bei 14mm machen wollte. Die umständlichen, sehr teuren, und für meine Zwecke absolut nicht praxistauglichen monströsen Filterkonstruktionen welche es für das 14-24mm im Zubehör gibt, waren für mich nie eine Alternative. Das 17-35mm besitzt nicht nur ein Filtergewinde, sondern zum Glück auch im Maß 77mm, womit all meine alten Filter der anderen Objektive passen, und ich nicht doppelt so viele Filter mit mir umhertragen muss. Die 2.5 cm kürzere Länge des 17-35 macht sich nebenbei auch in meinen Fototaschen besser, außerdem besteht nicht die Gefahr, dass der Objektivdeckel abfallen könnte (beim 14-24mm ist mir dies tatsächlich ein paar Mal passiert).

AF-S Nikkor 14-24mm
AF-S Nikkor 14-24mm
AF-S Nikkor 14-24mm
AF-S Nikkor 14-24mm
AF-S Nikkor 17-35mm
AF-S Nikkor 17-35mm
AF-S Nikkor 17-35mm
AF-S Nikkor 17-35mm

Vergleich der Brennweiten

Kameraeinstellungen

Für meinen Vergleich habe ich den See vor meiner Tür, mit abendlicher Blickrichtung nach Nordosten, gewählt. Kameraeinstellungen: Blende 8, ISO 100, Zeit 1/50s, natürlich auf Stativ und ohne Filter. Vergleiche bei Offenblende 2.8 halte ich für relativ praxisfremd, denn zu 98% fotografiere ich bei Tageslicht und möchte auch eine gewisse Tiefenschärfe haben. D.h. meine übliche Blendeneinstellung liegt in der Praxis zwischen 5.6 und 10, nur bei direktem Sonnenlicht nehme ich bei kleinstmöglicher Blende 22 eine geringere Schärfe in Kauf. Genau so bei Nachtaufnahmen und Blende 2.8, wo die maximale Lichtempfindlichkeit über der Schärfe steht (ca. 1% meiner Aufnahmen). Insofern halte ich wenig von Vergleichen bei Tageslicht und Blende 2.8; Aufnahmen mit Freistellungscharakter (Bokeh) kommen bei mir auch nur zu ungefähr 1% vor.

Bildgrößen

Bei jeder Brennweite zuerst folgen die Fotos in der Standart-Auflösung meiner Webseite, d.h. die originale raw-Datei (Bildgröße um 25MB, Pixel um 7360×4912) wurde auf 45% Bildqualität und 1700×1135 Pixel heruntergerechnet; somit ergeben sich Bilder von ca. 350KB Größe. Zusätzlich ist dann jedes Foto noch einmal bei 100% Bildqualität, jedoch auch bei 1700×1135 Pixel abgebildet. Bei den direkten Vergleichen bei 17 und 24mm Brennweite habe ich zusätzlich Bildausschnitte aus der unteren rechten Bildmitte gewählt. Einmal als Viertel des Bildes, und dann davon noch einmal ein Viertel Ausschnitt, also 1/16 vom Gesamtbild. Diese Bilder jeweils wieder in meiner Standart-Größe, d.h. 45% Bildqualität und 1700×1135 Pixel; mehr Auflösung braucht es hier auch nicht, um bereits die Unterschiede zu erkennen.

14mm Brennweite

14mm Brennweite kann das 17-35mm natürlich nicht bieten, insofern ist das 14-24mm hier absolut konkurrenzlos, und 114 Grad Blickwinkel bieten teilweise schon atemberaubende Perspektiven. In meiner Fotogalerie kann man mit geübtem Auge erkennen, welche Bilder mit dieser Linse entstanden sind.

Nikkor 14-24mm bei 14mm
Nikkor 14-24mm bei 14mm, skaliert auf 45% Bildqualität und 1700×1135 Pixel
14-24mm, großes Bild mit 100% Qualität jedoch auf 1700×1135 pixel skaliert

17mm Brennweite

Die Qualität beider Aufnahmen ist tadellos, auch ergeben bei 17mm jeweils die gleiche Bildgröße. Es gibt also keine Abweichungen im Bildwinkel, wie man es vom Vergleich einer Festbrennweite mit einem Zoom kennt. Das überraschende Resultat jedoch: das 17-35mm ist sowohl in der Bildmitte (ich habe bis 300% vergrößert), als auch an den Bildrändern und Ecken schärfer als das 14-24mm. Das hatte ich so nicht erwartet, und wiederspricht tatsächlich vielen anderen Reviews, die ich kenne. Natürlich jedoch vetraue ich vor allem auf das, was ich selbst beweisen kann, insofern kann ich mir andere Resulate nur mit zahlreichen Störgrößen erklären.

Nikon 14-24mm bei 17mm
Nikkor 14-24mm bei 17mm, skaliert auf 45% Bildqualität und 1700×1135 Pixel
Nikkor 17-35mm bei 17mm
Nikkor 17-35mm bei 17mm, skaliert auf 45% Bildqualität und 1700×1135 Pixel
14-24mm, großes Bild mit 100% Qualität jedoch auf 1700×1135 pixel skaliert
17-35mm, großes Bild mit 100% Qualität jedoch auf 1700×1135 pixel skaliert
14-24mm, rechtes unteres Bildviertel, skaliert auf 45% Bildqualität und 1700×1135 Pixel
17-35mm, rechtes unteres Bildviertel, skaliert auf 45% Bildqualität und 1700×1135 Pixel
14-24mm, rechte untere Bildecke, skaliert auf 45% Bildqualität und 1700×1135 Pixel
17-35mm, rechte untere Bildecke, skaliert auf 45% Bildqualität und 1700×1135 Pixel

24mm Brennweite

Auch bei 24mm das gleiche Resultat wie bei 17mm Brennweite, das 17-35 ist schärfer als das 14-24mm. Durch die, unabhängig von der Brennweite, größere Lichteintrittsfläche beim 14-24mm sind ergeben sich bei gleicher Kameraeinstellung etwas hellere Bilder. Diesen Effekt kannte ich bereits durch den Vergleich zum Nikkor 24-70 1:2.8mm. Somit eignet sich das 14-24mm noch besser für Nachtaufnahmen, und übrigens auch tatsächlich besser als die Nikkor 24mm 1:1.4 Festbrennweite (von welchem ich mich auch aufgrund des deutlich langsameren AF gleich wieder getrennt hatte).

Nikon 14-24mm bei 24mm
Nikkor 14-24mm bei 24mm, skaliert auf 45% Bildqualität und 1700×1135 Pixel
Nikkor 17-35mm bei 24mm
Nikkor 17-35mm bei 24mm, skaliert auf 45% Bildqualität und 1700×1135 Pixel
14-24mm, großes Bild mit 100% Qualität jedoch auf 1700×1135 pixel skaliert
17-35mm, großes Bild mit 100% Qualität jedoch auf 1700×1135 pixel skaliert
14-24mm, rechtes unteres Bildviertel, skaliert auf 45% Bildqualität und 1700×1135 Pixel
17-35mm, rechtes unteres Bildviertel, skaliert auf 45% Bildqualität und 1700×1135 Pixel
14-24mm, rechte untere Bildecke, skaliert auf 45% Bildqualität und 1700×1135 Pixel
17-35mm, rechte untere Bildecke , skaliert auf 45% Bildqualität und 1700×1135 Pixel

In einem anderen Beitrag habe ich bereits diverse Objektive bei 24mm Brennweite miteinander verglichen, darunter natürlich auch diese beiden Superweitwinkel-Linsen. Hieraus der Vergleich bei extremen Lichtbedingungen, d.h. direkter Sonneneinstrahlung und gleichzeitiger Spiegelung der Sonne im Wasser. Aufgenommen mit jeweils kleinste Blende f22 und ISO64 an der D810, Fotos nachbearbeitet, d.h. Tiefen aufgehellt. Bezüglich der Anfälligkeit von Linsenreflexionen bzw. Blendenflecken (lens flare) zeigte sich das 17-35mm offensichtlich weniger anfällig; in puncto Schärfe jedoch nahmen sich in diesem Fall beide Objektive nichts (was bei Blende 22 zu erwarten war).

Nikon 14-24mm bei 24mm
Nikkor 14-24mm bei 24mm, skaliert auf 45% Bildqualität und 1700×1135 Pixel
Nikkor 17-35mm bei 24mm
Nikkor 17-35mm bei 24mm, skaliert auf 45% Bildqualität und 1700×1135 Pixel

35mm Brennweite

Genau so konkurrenzlos wie das 14-24 bei seinen 14mm war, ist das 17-35mm natürlich bei seinen kleinsten Blickwinkel von 62 Grad. Ein Vergleich des 14-24mm bei 14mm mit dem 17-35mm bei 35mm Brennweite hinkt natürlich. Für ungefähr gleich große Bildauschnitte müsste man bei 14mm auf ca. 200% vergrößern, während bei 35mm ca. 90% Vergrößerung genügen. Und Entsprechend den vorangegangenen Vergeichen fiele dieser genau so aus: bei der Schärfe schlagen die 35mm des 17-35 die 14mm des 14-24. Bedenke ich jedoch, dass ich das 14-24mm oft als ausreichend scharf empfand, und es auch genau für diese Schärfe allgemein gelobt wird, muss man die Schärfe des 17-35 als wirklich herausragend betrachten.

Nikkor 17-35mm bei 35mm, skaliert auf 45% Bildqualität und 1700×1135 Pixel
17-35mm, großes Bild mit 100% Qualität jedoch auf 1700×1135 pixel skaliert

6. Positives

14-24

  • massives Metallgehäuse
  • qualitativ hochwertig gefertigt
  • großer Bildwinkel von 114 Grad
  • große Blende 2.8
  • gute Bildqualität und Schärfe
  • schneller Autofokus

17-35

  • massives Metallgehäuse
  • qualitativ hochwertig gefertigt
  • größerer Zoom-Bereich von 18mm Brennweite
  • große Blende 2.8
  • gute Bildqualität und sehr gute Schärfe
  • Innenfokussierung (leichter)
  • schneller Autofokus
  • 77mm Filtergewinde für Einschraubfilter
  • kompakter und leichter

7. Negatives

14-24

  • keine Montage von Schraubfiltern möglich
  • nur geringer Zoom-Bereich über 10mm Brennweite
  • Objektivdeckel kann unter Umständen versehentlich abfallen
  • größer und schwerer

17-35

  • 10 Grad weniger Blickwinkel

8. Fazit

Das Nikkor 14-24mm 1:2.8 ist zurecht legendär, bei einem fantastischen Blickwinkel bietet es über den gesamten Brennweitenbereich eine gute Schärfe, die einer vergleichbaren Festbrennweite in nichts nach steht. Das Nikkor 17-35mm 1:2.8 jedoch ist offensichtlich völlig unterschätzt, verweist es doch erstaunlicherweise das deutlich beliebtere 14-24 auf den zweiten Platz. Zwar bietet es 10 Grad weniger Bildwinkel, punktet dafür jedoch in allen anderen Bereichen: Schärfe, Filtermontage, Gewicht, Vielseitigkeit. Und bedenkt man den identischen Neupreis beider Linsen, bietet das 17-35mm einfach mehr fürs Geld. Seit diesem Vergleich spielt das 17-35 für mich (natürlich bezogen auf den Superweitwinkelbereich) in der gleichen Liga wie das Nikkor 70-200mm 1:2.8 (bezogen auf den Tele-Zoom-Bereich).

9. Ähnliche Produkte

Zum 17-35mm 1:2.8 gibt es noch das ähnliche AF-S NIKKOR 16-35 mm 1:4G ED VR. Auch zu diesem Objektiv habe ich unterschiedliche Vergleichsergebnisse sowohl zum 17-35mm als auch zum 14-24mm gefunden. Überwiegend herrscht die Meinung vor, es wäre schärfer als das 17-35mm, aber nicht so scharf wie das 14-24mm; diese Meinungen kann ich nach diesem Test hier beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen. Weil es jedoch schon auf dem Papier im Vergleich zum 17-35mm (zumindest für mich) keine Vorteile bietet, bin ich heute nicht mehr an dieser Linse interessiert (das mal einmal anders). Wer jedoch allgemein bei diesen WW-Brennweiten einen VR benötigt (wozu eigentlich?), und nicht ganz soviel Geld ausgeben möchte (UVP 1.250,-€), für den könnte dieses Objektiv interessant sein. Daher hier die technischen Daten:

  • Objektivtyp: AF-S Zoom-NIKKOR-Objektiv Typ G mit integrierter CPU und Nikon-Bajonettfassung
  • Brennweite: 16–35mm
  • Lichtstärke: 1:4
  • Optischer Aufbau: 17 Linsen in 12 Gruppen (2 Linsen aus ED-Glas, 3 asphärische Linsen und einige Linsen mit Nanokristallvergütung)
  • Bildwinkel: Analoge Nikon-Spiegelreflexkameras für das Kleinbildformat und digitale Nikon Spiegelreflexkameras mit FX-Format: 107° bis 63° Digitale Nikon-Spiegelreflexkameras mit DX-Format: 83° bis 44° Nikon-Spiegelreflexkameras für das IX240-System: 94° bis 52°
  • Brennweitenskala: 16, 20, 24, 28, 35 mm
  • Entfernungsdaten: Übermittlung an die Kamera
  • Zoomen: Manuell über separaten Zoomring
  • Scharfeinstellung: Innenfokussierung (IF, Nikon Internal Focusing System), Autofokus mit Silent Wave Motor, manuell über separaten Entfernungseinstellring
  • Bildstabilisator: Optischer Bildstabilisator mit beweglicher Linsengruppe; Antrieb durch Schwingspulenmotoren
  • Entfernungsskala: Unterteilt in Meter und Fuß; 0,28 m bis Unendlich (∞)
  • Naheinstellgrenze: 0,29 m von der Sensorebene gemessen (bei 16mm, 35mm) 0,28 m von der Sensorebene gemessen (bei 20-28mm)
  • Blende: Irisblende mit 9 gerundeten Lamellen
  • Blendensteuerung: Vollautomatisch
  • Blendenbereich: 4 bis 22
  • Belichtungsmessung: Offenblendenmessung bei Kameras mit elektronischer Blendenübermittlung
  • Filtergewinde: 77 mm (P = 0,75 mm)
  • Abmessungen: ca. 82,5 mm (Durchm.) x 125 mm (Länge ab Bajonettauflage)
  • Gewicht: ca. 680 g

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.