Autor: Dominik
Der Maxxis Wetscream gilt als Referenz im weichen Schlamm, der Swampthing behauptet sich auch abseits diesem, beides sind absolute Spezialisten in feuchtem Terrain, welche ich folgend detailliert vorstelle, und auch miteinander vergleiche.
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1. Produkt
Grobstollige MTB-Reifen für nassen losen Untergrund w.z.B. Matsch, Schlamm und Schnee
2. Unternehmen
- Reifenhersteller Cheng Shin (seit 1967), Marke Maxxis, Changhua, Taiwan
- Made in Taiwan (und China)
3. Maxxis Gummi-Mischungen
Single Compound
Für unterschiedliche Einsatzbereiche bietet Maxxis verschiedene Gummimischungen an, wobei bei den älteren Mischungen (Single Compound) die jeweiligen Zahlen der Gummihärte gemessen in Shore entsprechen („a“ steht dabei für das Durometer). Je höher die Zahl desto härter und länger die Lebensdauer, und je kleiner desto weicher und griffiger mit dabei mehr Verschleiß.
- 70a – Allround: für Trekkingreifen mit sehr langer Lebensdauer, sehr geringem Rollwiderstand und ausreichend guter Haftung.
- 62a – eXCeption: für Crosscountry (XC)
- 60a/MP – MaxxPro: für artgerecht gefahrene Mountainbikes, gute Traktion, kombiniert mit guten Rolleigenschaften und langer Lebensdauer.
- 42a/ST – SuperTracky: höhere Dämpfung und bessere Traktion, speziell für Downhillrennen.
- 40a/SR – SlowReezay: extrem weich (klebrig), sehr hohe Dämpfung, federt nur sehr langsam aus, hält das Rad länger am Boden, weniger direktes/genaues Fahrverhalten, sehr hoher Verschleiß
Besonders weiche Reifen greifen zwar am besten auf nassen Wurzeln, lange Stollen neigen dabei aber auch zum Wegknicken, weshalb die Gummimischung für den jeweiligen Einsatzzweck mit Bedacht gewählt werden sollte.
SuperTacky (42a) vorne und MaxxPro (60a) hinten ist eine empfehlenswerte Kombination für einen guten Kompromiss von sehr gutem Grip bei dennoch passabler Lebensdauer. Entsprechend habe ich auch die beiden Schlammreifen gewählt: WetScream (42a) vorn und SwampThing (60a) hinten.
Dual Compound
Neben den damaligen Single Compounds (einfache Laufflächenmischung) gab es auch noch die Dual Compound, bei welcher die Seitenstollen für mehr Grip weicher (51a) als die härteren Mittelstollen (60a) waren.
Triple Compound
Später kamen die Triple Compound (drei Varianten), bei denen für ein (offiziell) direkteres Fahrverhalten die Basis aller Stollen härter war, und (ähnlich den Dual Compound) die Seitenstollen mit einer weichen Schicht sowie die Mittelstollen mit einer mittelweichen Schicht überzogen waren. Der tatsächliche Hintergrund der nun stabileren Stollenbasis dürfte die Elektrifizierung der Mountainbikes gewesen sein, denn bei einem eBike unterliegen die Reifen natürlich einer deutlich stärkeren Belastung (Beschleunigung, Schlupf, Gewicht). Es ist also keineswegs so, wie die Fahrradindustrie gern vorgibt, dass die alten Single Compound grundsätzlich schlechter waren; sie waren nur für eBikes nicht mehr ausreichend.
- 3C Maxx Speed: mit dem geringsten Rollwiderstand für Crosscountry. Basis aller Stollen 72a, Oberfläche der Mittelstollen 62a, Oberfläche der Seitenstollen 60a.
- 3C Maxx Terra: mit ausgewogenem Rollwiderstand für Trail und All-Mountain. Basis aller Stollen 70a, Oberfläche der Mittelstollen 50a, Oberfläche der Seitenstollen 42a.
- 3C Maxx Grip: mit hohem Rollwiderstand für Gravity-Mountainbikes (z.B. Bikepark). Basis aller Stollen 70a, Oberfläche der Mittelstollen 42a, Oberfläche der Seitenstollen 40a.
Parallel zu den drei 3C gibt es weiterhin auch die extrem weiche Single Compound Super Tracky 42a, für maximalen Grip.
Single vs. Dual vs. Triple
Alle drei Arten der Gummimischungen spielen ihre Vorteile natürlich nur entsprechend des jeweiligen Einsatzbereiches aus, d.h. ob besser oder nicht entscheidet weniger der Reifen, sondern mehr das damit gefahrene Terrain. Während man den Single Compound je nach Einsatzzweck bei gleich bleibender Härte maximal abfahren kann, werden sie Stollen des Triple Compound mit zunehmendem Verschleiß immer härter, wodurch sich der Grip zusätzlich weiter verringert, und diese Reifen mitunter eher ausgetauscht werden müssen.
| Compound | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Single | Von Beginn bis Ende der Nutzung sind Traktion und Abnutzung gleichbleibend; das Profil kann also ja nach Einsatz maximal abgefahren werden. | Unterschiedlich starke Abnutzung von Mittel und Seitenstollen. Je weicher die Mischung ist, desto unverhältnismäßig höher ist der Verschleiß der Mittelstollen. |
| Dual | Bei korrekter Wahl ist eine gleichmäßige Abnutzung von Mittel- und Seitenstollen möglich. | Die Mittelstollen bieten weniger Traktion als die Seitenstollen. |
| Triple | Bis zu einem gewissen Verschleiß ein Kompromiss aus gutem Fahrverhalten und akzeptablem Verschleiß. | Mit zunehmendem Verschleiß verringert sich die Traktion nicht nur allein durch die dann kürzeren sondern nun auch härteren Stollen; der vom Hersteller beschriebene positive Charakter gilt nur für neuwertige Reifen, nicht jedoch für ein gut gebrauchtes Profil. |
4. Maxxis SwampThing
Der SwampThing ist ein Reifen für Schlamm, nassen Untergrund, lose Böden und feuchtes Gras, und damit ein sehr guter, auch weil universeller, Reifen für die feuchte Jahreszeit von Herbst bis Frühjahr.
Meine beiden Exemplare sind nicht nur entsprechend alt, sondern wurden auch vom Vorgänger (gebraucht gekauft) nicht unbedingt ideal gelagert, und sind deshalb an den Seitenwänden teilweise auch schon etwas porös, speziell im Bereich des Farbaufdruckes; dennoch liegt die Gummihärte weiterhin bei 60 Shore.
Aufbau
Die Maxxis-Reifen der Downhill-Serie bestehen aus zwei Lagen 60-TPI-Karkassenmaterial (60 Fäden pro 2,54cm) und einem großflächigen Butylkautschuk-Einsatz, welcher ab dem Wulstkern die Seitenwand nach oben stabilisiert, und so vor Durchschlägen schützt.
Profil
Laut Herstellerbeschreibung krallen sich die abgerundeten Profilstollen fest, graben sich jedoch nicht ein. In der Praxis übersetzt heißt dies in etwa, die Traktion ist sehr gut, geht aber natürlich auch zu Lasten der Geschwindigkeit.
Das besondere, und beinahe schon einzigartige am Swampthing ist sein sehr offenes asymmetrisches Profil. Die Lauffläche besitzt 4 (in Laufrichtung angeschrägte) Mittelstollen, wobei die beiden mittigsten schon so weit auseinander liegen, dass man auf den ersten Blick meinen könnte, die Lauffläche besäße nur 3 Reihen Mittelstollen. Verstärkt wird diese optische Täuschung durch die ebenfalls unregelmäßig angeordneten Seitenstollen. Dieses Profil macht den Swampthing wirklich einzigartig, sowohl damals als auch heute noch.
Eine gute Idee wäre dieser Reifen übrigens auch mit Spikes gewesen, aber Taiwan ist eben nicht Finnland, und Maxxis nicht Nokian.
26 x 2.50
Als 26 Zoll (auch erhältlich in 24″) gibt es den SwampThing in den Breiten 2.35 (54mm) und 2.50 (55mm), wobei er im Vergleich zu anderen Reifen dieser angegebenen Zoll-Breiten etwas schmaler ausfällt (2.5“ = 63mm), was für dieses Terrain allerdings auch Sinn macht.
Der vergleichsweise hohe notwendige Reifenluftdruck ist eher untypisch zu den bei mir sonst üblichen Drücken; meine Messwerte zur Reifenbreite sind wie folgt:
- 1.0 bar – nicht fahrbar: 55,0mm
- 1,5 bar – Seitenwand bereits sichtbar gestaucht, und schwammiger Fahrverhalten: 55,5mm
- 2,0 bar – auf weichem Untergrund mit Einbußen noch fahrbar: 56,0mm
- 2,5 bar – vom Hersteller empfohlener Mindestdruck: 56,50mm
Der Hersteller gibt das Gewicht für einen neuen Reifen mit 1.140g, meine Reifen wiegen bei ca. 90% Profil 1.110g und 1.040g (porös).
MTB vs. Rennrad
Die rechte Spur stammt von einem Rennrad, dessen Fahrer sich auf diesem Waldweg ganz schön gequält hat, um überhaupt voran zu kommen, während ich (linke Spur daneben) mit dem Swampthing nahezu gar keine Probleme hatte. Sehr gut kann man auf diesem Bild auch den Vorteil eine deutlich schmaleren Reifens sehen, welcher sich durch den Schnee gräbt und seine Traktion eher vom festen Untergrund erhält, währen der breite Reifen deutlich mehr oben fährt, teilweise sogar aufschwimmt.

Das Problem des Rennradfahrers waren nicht seinen schmalen Reifen, sondern deren nur eingeschränkt vorhandenes Profil (sehr viele kleine kurze Stollen, eher Noppen). Eine Tatsache, die ich damals zu Rennradzeiten bereits beanstandet habe (1996 hieß es noch Cyclocross), und sich dann später auch mit dem Gravel-Trend nicht deutlich verbessert hat: für weichen Untergrund eher untaugliche schmale Reifen; schade eigentlich für ambitionierte Rennradfahrer.
26 x 2.35
Einer meiner seltensten Reifen in meinem bescheidenen Gummilager sind ein Satz nagelneuer SwampThing im Format 26×2.35, ebenfalls in der Gummimischung MaxxPro 60a.
Im Vergleich zum 2.50″ beträgt die gesamte Profilbreite nur 51 statt 58mm, und die Abstände zwischen den Stollen sind minimal geringer, wobei diese Betrachtung des asymmetrischen Profils auch nicht ganz so einfach ist. Die Gewichtsdifferenz beträgt in etwa nur 50 bis 80 Gramm.
| 26 x 2.50 | 26 x 2.35 | |
|---|---|---|
| Reifenbreite | laut Hersteller: 55 mm Messung: 56 mm | laut Hersteller: 54 mm Messung: – |
| Breite des Stollenprofils (obere Außenbreite Seitenstollen) | 58 mm | 51 mm |
| Höhe der Mittelstollen | 5,0 mm | 5,0 mm |
| Fläche der Mittelstollen | 9 x 9 mm 10 x 10 mm | 9 x 10 mm 9 x 9,5 mm |
| Fläche der Seitenstollen | 7,5 x 8,5 mm | 7,5 x 8,5 mm |
| axialer Abstand der Mittelstollen | 8,6 mm | 7,3 mm |
| radialer Abstand der Mittelstollen | 13,8 mm | 13,4 mm |
| radialer Abstand der Seitenstollen | 10,8 mm 17,2 mm | 11,8 mm 15,5 mm |
| Gummihärte Mittelstollen | 60 Shore | 60 Shore |
| Gewicht | 1.110 g 1.040 g (90% Profilhöhe) | 1.065 g 1.025 g (inklusive Etiketten) |
5. Maxxis WetScream
Der 8cm hohe WetScream ist ausschließlich für sehr weichen Untergrund w.z.B. tiefen Schlamm konzipiert, und kann mit seinen Spike-artigen Stollen auch gut auf Schnee gefahren werden. Aufgrund seines enorm hohen Rollwiderstandes ist er praktisch nur für bergab-Strecken geeignet, d.h. ein reiner Downhillreifen.
Während im Laufe der Umstellung von 26 Zoll auf 27,5 und 29″ andere bewährte Reifenmodelle ersatzlos vom Markt genommen wurden, blieb bei Maxxis u.A. der Wetscream weiterhin im Programm, und erhielt nur eine andere Beschriftung. Während beim alten Modell nur eine Seite beschriftet, und die andere komplett schwarz war, erhielt das neue Design auf der sonst schwarzen Seiten nun das Markenlogo.
Altes Design
Persönlich gefiel mir das alte Design besser, natürlich aufgrund der blauen Namen, und auch die Gummimischung war hübscher abgebildet.
Der Wetscream ist mit seinen 2.50″ und 55mm sogar noch einen Millimeter schmaler als der SwampThing, besitzt die gleiche Empfehlung für den Reifenluftdruck (kann aber auch mit 1,5 bar gefahren werden), und eine Tragslastangabe von maximal 90kg. Es gab ihn damals auch noch in der Breite 2.20″, und der Gummimischung 60a, was in genau dieser Kombination speziell für das Hinterrad Sinn macht.
Die hohen Stollen (mittig 6,5mm, seitlich 7,5mm) graben sich tief in den Untergrund ein, und sorgen dadurch für extremen Halt. Ihr großer Abstand zueinander sorgt für eine gute Selbstreinigung, und ermöglicht somit dauerhaft zuverlässigen Grip.
Meine beiden älteren Modelle haben bereits einiges durchgemacht, und trotz der seltenen Benutzung auch schon sichtbar etwas Gummi verloren. Ihre Gummihärte liegt bei 57 Shore, was auch den deutlich jüngeren entspricht; die angeblichen 42 Shore konnte ich bislang noch bei keinen Maxxis Super Tracky messen.
Neues Design
Aus diesem Grund, und weil offensichtlich wurde, dass viele 26-Zoll-Reifenmodelle ersatzlos eingestellt wurden, habe ich mir im August 2017 noch einen Satz neuer WetScream zugelegt (55,-€ pro Stück).
Nach der vergleichsweise einfachen Montage auf meinem Scott Genius passte zwischen Hinterachsschwinge und Gummi nicht einmal mehr ein Stück Papier, das war schon mehr als grenzwertig!
Wo alle anderen mir bekannten Enduro- und Downhillreifen nicht mehr weiterkamen, spielt der Wetscream seinen Grip aus. Radfahren im Schnee macht plötzlich wieder Spass, und selbst dynamische Kurvenfahrten sind damit möglich.
Allerdings sollte man mit dem Wetscream auch genau auf diesem weichen Untergrund bleiben, wo sich die langen Stollen tief genug eingraben können. Sobald der Boden deutlich griffiger wird, und man dann eigentlich schneller fahren wollen würde, spürt man sofort den enorm hohen Rollwiderstand, bei gleichzeitig weg knickenden Stollen, d.h. einem mitunter schwammigen Fahrgefühl.
Auf geschlossenem Untergrund w.z.B. Asphalt ist der Wetscream absolut nicht fahrbar, hier gleicht er einem Anker, der Verschleiß ist dann exorbitant.
6. SwampThing & WetScream
Wie bereits in Punkt 3.) der Gummimischungen erklärt, halte ich die Kombination SwampThing (60a) hinten, und WetScream (42a) vorn für eine gute Kombination aus maximaler Traktion und akzeptablen Verschleiß. Wobei allerdings der SwampThing solo in den meisten Fällen schon ausreichend ist, und man sich den Wetscream mehrheitlich ersparen kann.
Während der SwampThing etwas rundlicher und 1mm breiter ist, liegt die WetScream auf der Bodenoberfläche mit dem gesamten Profil eben auf. Unabhängig von der Anordnung sowie Länge der Profilstollen, besitzt der Wetscream allein aufgrund seiner geraden Form bereits die höhere Traktion. Zählt man alle Faktoren zusammen, ist der Wetscream selbst im Vergleich zum Gripmonster Swampthing ein „Klebstoff-Reifen“.
| SwampThing 2.50 | WetScream 2.50 | |
|---|---|---|
| Breite Seitenwand | laut Hersteller: 55 mm gemessen: 56 mm | laut Hersteller: 55 mm gemessen 55 mm |
| Gesamtbreite Profil | 58 mm | 56 mm |
| Profilhöhe Mittelstollen | 5,0 mm | 6,5 mm |
| Anzahl der Stollen | Mittelstollen: 160 Seitenstollen: 160 gesamt: 320 | Mittelstollen: 152 Seitenstollen: 152 gesamt: 304 |
| Reifenquerschnitt | rundlich | mehr gerade |
| Gewicht | ca. 1.100 g | ca. 1.150 g |
| mein empfohlener Luftdruck | ab 2,0 bar | ab 1,5 bar |
| Einsatzbereich | nasser Untergrund, lose Böden, feuchtes Gras, Schlamm, Schnee | weicher Untergrund, tiefer Schlamm, Schnee, Eis |
Im Winter 2025/2026 habe ich diese altbewährte Kombination zum ersten Mal auf meinem 2010er Nomad montiert.

Direkt bei mir vor der Tür gibt es mehr Schnee und Eis als den Autofahrern lieb ist, und so konnte ich mit sehr guter Traktion sicher über verschneite Waldwege mit Wurzeln und zugefrorene Seen mit Schneetau fahren.
Maxxis WetScream
Maxxis SwampThing
7. Eigenschaften
- maximaler Grip auf weichem und nassen Untergrund, wobei WetScream noch kompromissloser als SwampThing, und daher ein reiner Spezialreifen
- offenes Stollenprofil mit guter sehr Selbstreinigung
- für das gedachte Terrain ausreichend guter Pannenschutz
- hoher (SwampThing) bis extrem hoher (WetScream) Rollwiderstand
- völlig ungeeignet für dichte (WetScream), und nur bedingt für trockene Böden (SwampThing)
8. Maxxis vs. Continental
Während der Continental MudKing (26×2.30 / 57-559, 1.075g) praktisch aussieht wie der Schwalbe Dirty Dan (26×2.35 / 60-559, 1.290g), und beide übrigens auch breiter sind, waren die Maxxis Reifen völlig eigenständige Designs, und der SwampThing mit seinem asymetrischen Profil noch einzigartiger. Bei der Gummihärte ist der SwampThing mit 60 Shore minimal weicher als der MudKing mit 63 Shore, nur der WetScream ist eben noch weicher.
9. Medusa, Beaver, Shorty
Für einen ähnlich weichen Untergrund erhältlich, jedoch speziell für Crosscountry entwickelt, und damit natürlich leichter im Aufbau, waren Maxxis Medusa (älter) und Beaver (jünger); bezüglich seines etwas flacheren Profildesign und härteren Gummimischung war zumindest der Medusa quasi ein „Wetscream Light“ (rosa Schriftzug). Den Maxxis Shorty gab es leider nur sehr kurz im 26″-Format, er wurde ein reiner 27.5/29″-Reifen.
- Maxxis Beaver 26×2.0, 50-559, 515g
- Maxxis Medusa 26×2.10 (60TPI, 550g, UVP 38,-€)
- Maxxis Medusa eXCeption (Rennversion) 26×1.80 bzw. 44-559 (120TPI, 480g, UVP 49,-€)
10. Fazit
Schlammreifen sind Spezialisten, und während der SwampThing dabei durchaus einen etwas breiteren Einsatzbereich abdecken kann (auch trockenes und etwas festeres Terrain), ist der WetScream ähnlich einem Spikereifen ein reines Nischenprodukt ausschließlich für dieses Terrain.
Wo kein anderes Gummi mehr greift, gräbt sich der WetScream noch bestmöglich ein; allerdings sollte man zuerst auch alle anderen Reifen ausgeschöpft haben, bevor man sich den WetScream wirklich antut. Er ist auch heute noch in anderen Formaten erhältlich, während der SwampThing leider keinen Nachfolger bekam (der Shorty war eher ein Nachfolger des Medusa), und ist allenfalls nur noch sehr selten (und dann meist gebraucht) zu bekommen.
Konkurrenten haben beide Reifen aufgrund ihrer Einzigartigkeit nicht wirklich; anders als heutige Einheitsdesigns bei denen ein Reifen wie die Kopie eines anderen aussieht. Zwar gibt es auch Schlammreifen anderer Hersteller, aber eben keine mit diesem speziellen Charakter; es sind Individualisten.









































































































