Die Wahrheit über Elektroautomobile


Autor: Dominik

Die Sinnhaftigkeit von Elektroautomobilen ist abhängig vom Wohnort und dem Nutzungsverhalten der Fahrer (demzufolge nicht für alle Autofahrer gegeben), sowie von der Art der Rohstoff- als auch Stromproduktion (konventionell Kohle vs. nachhaltig Öko). Nach aktuellem Stand der Wissenschaft und Technik kann das Elektroautomobil allein (noch?) keine nachhaltige Lösung für die Klimaprobleme unseres Planeten sein.

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1. Beschluss des EU-Parlaments 2022

  • Beschluss vom 08.06.2022 bei 612 Stimmen: 339x Ja, 249x Nein, 24x Enthaltungen
  • Hersteller in der EU dürfen ab 2035 nur noch Autos und leichte Nutzfahrzeuge auf den Markt bringen, die keine klimaschädlichen Treibhausgase ausstoßen
  • synthetische Kraftstoffe mit denen ein Verbrennungsmotor weiterhin betrieben werden könnte, dürfen nicht mehr angerechnet werden
  • Beschluss bedeutet praktisch das Ende des Verbrennungsmotors in der EU
  • EU-Staaten müssen noch zustimmen (Deutschland Treiber)
  • offizieller Hintergrund für den Beschluss: Verringerung des weltweiten Temperaturanstiegs

Kritik am Beschluss

  • Entscheidung wurde nicht von Fachleuten getroffen, sondern von Parlamentariern und Lobbyisten
  • Abstimmung erfolgte praktisch unbemerkt, ohne vorherige Bekanntgabe in der Öffentlichkeit bzw. Meinungsaustauschende Diskussionen
  • auch klimaneutrale Biokraftstoffe werden verboten, obwohl diese teilweise klimafreundlicher als Strom eingesetzt werden können → gewinnorientierter Hintergrund
  • Verbot betrifft ausschließlich die Quelle mit dem gesamtheitlich geringsten Anteil an schädlichen CO2-Emissionen (Autos)
  • sowohl Zweiräder als auch größere Fahrzeuge (Lkws, Züge, Schiffe, Flugzeuge) sowie die gesamte produzierende Industrie sind nicht betroffen
  • europäischen Autobauer verkaufen außerhalb Europas (bei weniger strengen Abgasvorschriften) weiterhin Pkw mit Verbrennungsmotoren (dann vermutlich auch mehr als vorher)
  • Greenwashing
  • siehe zahlreiche Nachteile des Elektro-Automobils –> Punkt 5

2. Vorteile Elektromotor zum Verbrennungsmotoren

  • höherer Wirkungsgrad, mehr Effizienz
  • permanente Drehmomentabgabe
  • keine Abgase, daher ideal für abgassensible Bereiche
  • u.U. geringe Betriebskosten durch wenig Wartung weil einfacher Aufbau
  • kompakter und leichter

Gern werden vor allem die Vorteile des Elektromotors 1zu1 auf das Elektro-Automobil übertragen, und dabei bewusst die damit verbundenen zahlreichen Nachteile ausgeblendet. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ein Elektromotor in einem Pkw oder einem Haushalts- oder Industriegerät zum Einsatz kommt. Übrigens: Lokomotiven, Schiffe, U-Boote, riesige Muldenkipper besitzen dieselelektrische Antriebe, wo die elektrische Energie mit Hilfe eines Generators aus großen Dieselmotoren erzeugt wird.

3. Vorteile Elektroautomobil

  • Steuervorteile (Befreiung bis 2030)
  • Förderung durch Staat und Industrie (E-Auto-Prämie bis 12/22 → dann schrittweise Entfall)
  • keine Fahrverbote (Umweltzonen) → betrifft jedoch alle Pkw Grüne Plakette
  • Parkprivilegien (teilweise kostenlos & näher)
  • einziger technischer Vorteil, welcher dabei keinen größeren Nachteil mit sich bringt: Nutzung einer elektromotorischen Bremse (Rekuperationsbremse)

4. Kontroversen Elektroautomobil

  • kein CO2-Ausstoß im Betrieb vs. extrem viel CO2-Ausstoß in der Produktion
  • positive Umweltbilanz nach x Jahren vs. kürzere Auto-Lebensdauer + kurzweiliger Fahrzeugwechsel der Halter
  • längere Lebensdauer Batterie vs. kürzere Lebensdauer Fahrzeuge
  • mehr Energie für Strom benötigt vs. Ausstieg Kernkraft
  • Wohlstand im reichen Norwegen vs. Armut im verschuldeten Deutschland (Norwegische Stromproduktion als einziges Land in Europa fast vollständig aus Wasserkraft)
  • saubere Energie für Industrieländer (Europa) vs. Dreck für Entwicklungsländer (Südamerika, Afrika)
  • Laut vielen anderen Berichten seien Elektrofahrzeuge die Zukunft, und bezüglich der kleingeredeten Nachteile wird dort beispielsweise folgendermaßen argumentiert: „…es wird besser…“ „…es dürfte sich bald einiges tun…“ „…mit Fortschritten ist zu rechnen…“ → Dies sind jedoch alles weder zuverlässige, noch überhaupt seriöse Angaben, und nichts weiter als haltlose Hoffnungen und Spekulationen.

5. Nachteile Elektroautomobil

Kosten

  • angeblich geringere Unterhaltskosten durch weniger Verschleiß bzw. geringere Wartungskosten (Zahnriemen, Kupplung, Öle, Filter, Dichtungen) sowie angeblich geringe Betriebskosten, da Strom weniger kostet als fossiler Treibstoff, tatsächlich aber:
  • höherer Kaufpreis (sowohl wegen der vielen teuren elektronischen Komponenten, als auch wegen der CO2-Steuer auf Batterieproduktion, und der Hersteller-typischen Gewinnmaximierung)
  • teurer Strompreis (über dem Haushaltsstrompreis, besonders bei Schnellladesäulen)
  • teurer Batterietausch bis wirtschaftlicher Totalschaden bei Defekt einzelner Module außerhalb der Garantie → teure Batteriemiete → erhöhte Unterhaltskosten

Betrieb

  • begrenzte Reichweite, vor allem bei Langstreckenfahrten ohne Bremsungen (weiter verringert durch Stromverbraucher wie Klimaanlage, Komfortsysteme und Außentemperaturen)
  • Betrieb, Leistung, Reichweite sind temperaturabhängig
  • fehlende Ladeinfrastruktur, nicht nur in besonders abgelegenen Regionen
  • lange Ladedauer (Maximalladegeschwindigkeiten sind abhängig von mehreren Faktoren)
  • man weiß nicht, wie man den notwendigen Strombedarf bis dahin nachhaltig decken soll
  • Abhängigkeit vom Stromnetz mit u.U. fatalen Konsequenzen (z.B. Ausfall im Krisen- oder Kriegszustand und Sondereinsatz sowie Spezialfahrzeuge)

Gefahren

  • erhöhte Unfallgefahr (leise)
  • gefährliche Fahrzeugbrände
  • gefährliches Hochvoltsystem

Defekt

  • extrem starke Vernetzung mit noch mehr elektronischen Bauteilen (z.B. Antriebs-Steuerelektronik) führen zu noch mehr Ausfällen
  • bei Defekt praktisch nicht kurzfristig reparabel (Pannenhilfe), und sonst nur durch speziell geschultes Fachpersonal, d.h. nicht von jedem Mechatroniker und in einigen Gegenden gar nicht
  • Abschleppen bei defektem Hochvoltsystem unmöglich bzw. führt durch Überhitzung zum Beschädigungen / Abschleppen bei intaktem Hochvoltsystem nur bedingt möglich

Technik

  • Batterie-Technologie noch nicht ausgereift – Akku-Recycling:
    • Methoden noch unpraktikabel
    • umweltschädlich
    • Recycling ist teurer als Neuproduktion
  • nur geringe Anhängelast, höhere Lasten sind Ausnahmen
  • maximales Anfahrmoment nur im Normalbetrieb bei hohem Stromverbrauch gegeben, ansonsten zum Energiesparen reduziert
  • intensiveres Kühlsystem für Antrieb, Ladegerät und Leistungselektronik → nicht weniger giftiges Kühlmittel
  • 1-Gang-Automatik-Getriebe muss enorm drehmomentfest sein, was eine intensive Öl-Kühlung bedingt
  • wegen höherer Traglast und Crashsicherheit mit höchstfesten Stählen verstärkte und damit schwerere Karosserie → mehr Material
  • erhöhter Reifenverschleiß durch hohes Drehmoment und mehr Gewicht (auch mehr Feinstaub)

Umweltbilanz

  • angeblich bessere Umweltbilanz belegt durch zahlreiche Studien, tatsächlich aber:
  • für ein Elektro-Auto werden um ein Vielfaches so viele seltene Rohstoffe benötigt wie für ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, sowie auch ein Vielfaches an Wasser (sowohl beim Rohstoffabbau, als auch bei der Batterieproduktion)
  • Abbau: umweltschädlicher Abbau von immer kleiner werdenden Rohstoffreserven
    • Lithium: gefährdete Grundwasserversorgung → VW redet beispielsweise sogar von nachhaltigem Abbau in Australien, und keinen nachweisbaren Zusammenhängen zwischen den den örtlichen Problemen und dem Abbau in Chile, Argentinien und Bolivien (angeblich können diese Ursachen des Klimawandels und Tourismus sein)
    • diverse weitere Probleme wie unsoziale Arbeitsbedingungen, d.h. gefährlicher und giftiger Abbau von Cobalt im Kongo, Graphit in China, Nickel in Indonesien, Kupfer in Chile, Mangan in der Tiefsee
  • Produktion: umweltschädliche Batterieproduktion in China mit Strom aus Kohle
  • Verbrauch: bislang teilweise umweltschädliche Stromerzeugung zum Laden
  • Aufbereitung: umweltschädliche Akku-Entsorgung- und/oder Recycling

Neben all den genannten Nachteilen fehlt es bei der Elektroautomobilität vor allem an erkenntnisreicher Langzeiterfahrung.

6. Hintergrund zum Beschluss des EU-Parlaments

Warum kam es trotz der überwiegenden Anzahl von Nachteilen des Elektroautomobils dennoch zum Beschluss des EU-Parlaments, und worin liegen eigentlich die Vorteile für die Automobilindustrie?

  • Entscheidungsträger sind selbst nicht betroffen
  • Elektromobilität ist für die Hersteller und andere Industrien schlichtweg gewinnbringender:
    • alternative Antriebe sowie die Forschung nach neuen Entwicklungen sind teuer
    • Abgasnorm Euro 7 ab 2025 kann nicht mehr von
    • bei Verbrennern sind keine neuen Plattform-Strategien mehr möglich, die Autos noch kostengünstiger zu bauen
    • Entfall von konstruktions-intensiven Getrieben
    • Elektrofahrzeuge bieten mehr Freiheiten beim Design → günstigere Produktion bei gleichzeitiger Vermittlung eines höheren Wertes
    • stärkere Bindung an Vertragswerkstätten und Originalersatzteile durch Erstausrüster
    • Einsparung von teuren Arbeitskräften erhöht den Börsenwert
    • Spekulation auf Aktienschub der Automobilhersteller
    • Förderungen für Elektromobilität verlagern notwendige Investitionen von den Automobilherstellern auf die Steuerzahler
  • Verbrenner sind hauseigene Konkurrenz und führen zu weniger E-Verkäufen → viele Hersteller planen sogar noch vor 2030 keine Verbrenner mehr zu produzieren
  • Voraussetzung für mehr Fahrerassistenzsysteme sowie das in Zukunft kommende autonome Fahren (dient angeblich zur besseren Kontrolle bei erhöhter Verkehrsdichte, entmündigt jedoch den Autofahrer, und sammelt enorm viele persönliche Daten)
  • Absichten stehen im 178-seitigen Koalitionsvertrag 2021-2025 von SPD, FDP, Grüne (Seiten 53-54)
  • bereits vor Ausarbeitung des Koalitionsvertrages trat VW-Chef Herbert Dies 2021 mit zahlreichen Forderungen an die Politik heran: massive Erhöhung der CO2-Steuer sowie Entfall der Subventionen für fossiler Kraftstoffe soll zu deren Verteuerung führen (was dann auch kam), womit man sich einen besserer Verkauf von E-Autos versprach (was ebenfalls begann)

7. Folgen zunehmender Elektromobilität

  • Schönerederei von Nachteilen, Manipulation von angeblich wissenschaftlichen Studien, falsche Angaben zu Daten durch Wirtschaft, Verbände und Politik
  • kompletter Entfall von Forschung und Entwicklung an sinnvollen Verbrennungskonzepten
  • Autofahren wird teurer, und damit für viele nicht mehr bezahlbar
  • vermeintlich saubere Fortbewegung führt zu noch weniger körperlicher Bewegung und zur Zunahme von wohlstands-typischen Erkrankungen (Bsp. E-Bikes)
  • um das E-Ziel zu erreichen wird es weitere wahnwitzige Zwischenziele geben
  • außerhalb Europas verkaufte Pkw mit Verbrennungsmotor können noch günstiger, weil schmutziger produziert werden, was erst in diesen Ländern zu einer schlechteren Luftqualität, und am Ende zur fortschreitenden globalen Erwärmung führt
  • unabsehbare Folgen durch den weltweit steigenden Rohstoff-Raubbau: Zunahme von Umweltproblemen und Vergrößerung des sozialen Gefälles in den entsprechenden Ländern

8. Meine Lösungsvorschläge

  1. Vorhandene Entwicklungen vorantreiben und neue sinnvolle Konzepte fördern
  2. Fahrzeuglebensdauer auf den mindestens ehemaligen Stand von vor 30 Jahren erhöhen
  3. Fahrzeuge durch Verzicht auf Komfort und Luxus leichter machen
  4. Kurzweilige Fahrzeuganschaffungen mit zusätzlichen Steuern belegen
  5. Schrittweise Verringerung des Abbaus von Bodenschätzen bei gleichzeitigem Ausbau erneuerbarer Energien und Förderung echter Nachhaltigkeit, sowie empfindliche Strafen für Greenwashing.
  6. Globale Betrachtung der Probleme unseres Planeten, und wichtige Entscheidungen nur durch echte und vor allem unabhängige Experten
  7. Grundlegende Änderung der aktuellen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung → Abschaffung des gewinnorientierten Strebens im Kapitalismus, welcher unsere Gesellschaft spaltet und unseren Planeten irreparabel schädigt.

9. Alternative Antriebsarten

Dies war ein Bericht über das BEV = Battery Electric Vehicle, weitere Pkw-Antriebsarten sind:

  1. Hybrid-Fahrzeuge (HEV = Hybrid Electric Vehicle) → mechanische Energie aus Betriebskraftstoff des Verbrennungsmotors oder elektrischer Speichereinrichtung
  2. Plug-In-Hybride (PHEV = Plug-In Hybrid Electric Vehicle) → wie HEV, aber Batterie zusätzlich auch per Stecker vom Stromnetz aufladbar → in der Realität wird eher mit Kraftstoff gefahren, und hier ist der relativ uneffiziente Motor dann besonders verbrauchsintesiv
  3. Fahrzeuge mit Reichweitenverlängerung (REX = Range Extender Electric Vehicle) → Radantrieb über Elektromotor, bei niedriger Batteriekapazität lädt Verbrennungsmotor (aber auch z.B. Brennstoffzelle möglich) die Batterie, die aber auch über das Stromnetz aufgeladen werden kann → viele interessante Prototypen
  4. Brennstoffzellenfahrzeug (FCEV = Fuel Cell Electric Vehicle) → elektrische Energie durch eine Brennstoffzelle aus Wasserstoff und Alkohol → einzige Emission Wasserdampf trägt zur Verbesserung der Luftqualität verkehrsreicher Gebiete bei
  5. Erdgas-Fahrzeuge mit Methan (CNG = Compressed Natural Gas, auch LNG & NGV) → schwierigere kostenintensivere Entwicklungen der Hersteller notwendig, dafür weniger Schadstoffemissionen als Benziner und eine deutlich bessere Umweltbilanz (angeblich sogar besser als E-Fahrzeuge)
  6. Flüssiggas-Fahrzeuge mit Butan/Propan (LPG = Liquified Petroleum Gas) → Nebenprodukt der Benzinherstellung aus Erdöl, daher nicht nachhaltig
  7. Verbrennungsmotoren (auch Wärmekraftmaschienen) wie Hubkolben, Kreiskolben, Drehkolben, Rotationskolben, Strahl- und Raketentriebwerke, Gasturbinen.

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