Camouflage – Tarnmuster


Autor: Dominik

Dieser Beitrag zeigt ein paar Tarnmuster, ihre entsprechende Wirkung, sowie meine persönliche Meinung zur jeweiligen Effektivität bzw. dem Nutzen von Tarnkleidung.

1. Tarnung

Als Jäger möchte man nicht von der Beute (z.B. auf der Jagd), und als Soldat nicht vom Feind (z.B. im Krieg) erkannt werden. Aber auch viele Zelte sind grün.

Tarnung dient dazu, das Erscheinungsbild eines Individuums oder einer Sache so zu verändern, dass sie nicht mehr oder nur noch mit Mühe zu erkennen sind.

Wikipedia

Man differenziert in optische Tarnung (z.B. Tarnkleidung und Strukturtarnung), akustische (Geräuschüberlagerung), Geruchstarnung (Vermeidung von Gerüchen), und thermische Tarnung (Abschirmung der Wärmesignatur). Aber auch die Art der Bewegung ist ein Teil der Tarnung in Bezug auf das Umfeld.

Vorteile

  • Man nimmt mehr von seinem Umfeld wahr, weil dieses einen weniger bemerkt (interessant z.B. bei Tierbeobachtungen).
  • Je nach Region geht man potentiellen menschlichen Gefahren aus dem Wege bzw. wird nicht oder weniger als potentielles Opfer erkannt (nicht alle Menschen sind nett und man lebt wirklich ruhiger, geht man einigen [in diesem Fall unbewusst] aus dem Weg).
  • Tarnkleidung wird überwiegend aus robusteren Materialien / Stoffen hergestellt (hält somit auch meist länger) und besitzt meist auch viele praktische Ausstattungsdetails (z.B. spezielle Taschen und Applikationen).
  • Tarnkleidung besitzt im Vergleich zu den meisten zivilen Outdoor-Bekleidungen ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, denn es ist eigentlich keine Modeware.
  • Verschmutzungen im Stoff werden ja nach Muster weniger wahrgenommen, die Kleidung wirkt länger sauber.

Nachteile

  • Die vorurteilbehaftete bzw. militärisch-negative Wirkung auf andere führt leider sehr oft zu gesellschaftlicher Inakzeptanz; man wird verurteilt und gemieden (Kleider machen Leute).

Nicht zu empfehlen

… ist der Gebrauch von Tarnkleidung und unauffälliger Ausrüstung:

  • in potentiellen Gefahrensituationen bzw. an Orten, wo es ratsam bis überlebenswichtig ist, schnellstmöglich aufzufallen. So sollte man auf Polarexpeditionen eher Leuchtfarben tragen und entsprechend rote Zelte benutzen. Viele Wanderer bevorzugen bunte Farben und grelle Rucksackhüllen im Regen.
  • wenn Verwechslungsgefahr als vermeintlicher Feind für andere besteht. In Krisen- und Kriegsregionen, als auch in Bananenrepubliken und Diktaturen sollte man einen möglichst friedlich-freundlichen Eindruck machen. Niemand möchte dort für einen militärischen Gegner gehalten und dementsprechend fälschlich behandelt werden. In einigen Ländern ist u. A. deshalb auch das Tragen von Tarnkleidung für Zivilpersonen gesetzlich verboten.

2. Tarnmuster

Kleidung, deren Muster und Farbgebung die Konturen des Trägers vor entsprechendem Hintergrund verwischt, und damit dessen Wahrnehmung erschwert, wird als Tarnkleidung bezeichnet. Anfang des 19. Jahrhunderts und spätestens mit dem ersten Weltkrieg bestanden die Uniformen der Armeen aus Tarnkleidung, deren Muster im Laufe der Zeit immer weiter verbessert wurden. Es gibt Tarnmuster für ganz bestimmte Umgebungen, als auch relativ universelle Tarnmuster, und immer wieder werden neue Tarnmuster entwickelt. Bei Jägern weltweit sehr beliebt sind beispielsweise diverse Variationen von Realtree und Mossy Oak.

Woodland

Von der US Army im Vietnamkrieg entwickelt, ist Woodland wohl eines der bekanntesten Tarnmuster und für viele Wald- und Dschungelgebiete geeignet. Vorrangig findet es in Afrika und Amerika bei diversen Armeen Verwendung. In meinen Augen deutlich überholt und leider auch heute noch mit vielen Negativ-Assoziationen verknüpft (z.B. Kriege in Afrika und Lateinamerika), nutze ich woodland schon lange nicht mehr.

woodland
Woodland M65 Feldjacke

Multicam

Dieses sehr universelle Tarnmuster wurde entwickelt, um in diversen Gebieten und Lichtintensitäten eine Unschärfe der Konturen von Soldaten bei Infrarot zu erreichen. Mittlerweile wurden unterschiedliche Abwandlungen entwickelt (z.B. Tropic und Black), und weil es diverse hochwertige Bekleidung in diesem Tarnmuster gibt, und es in diversen Gegenden eigentlich auch nie unpassend erscheint, nutze ich es sehr gern.

Multicam
Multicam
Multicam
Multicam

A-TACS FG

Durch eine abstufende Vermischung von übereinanderliegenden Farben wird eine unscharfe und konturauflösende Wirkung erreicht. Das sehr effektive A-TACS gibt es in den Variationen FG (bewaldetes Terrain), AU (arides bis wüstenähnliches als auch urbanes Terrain), sowie LE (rein urbanes Terrain). Weil mir herstellerspezifische Passformen und Materialqualitäten nicht ganz zusagen, hatte ich es nur vergleichsweise kurz in Benutzung.

A-TACS FG
A-TACS FG
A-TACS FG
A-TACS FG

Pencott Greenzone

Pencott gibt es seit 2016 ebenfalls in diversen Variationen: Pencott Greenzone für bewaldetes Gebiet und Wiesen, Pencott Badlands für karge Regionen mit wenig Vegetation, Pencott Sandstorm für Wüstenregionen ohne Vegetation und Pencott Snowdrift für den Wintereinsatz. Meiner Meinung nach eines der effektivsten Tarnmuster überhaupt, aber leider recht selten in den gewünschten Kleidungsstücken zu bekommen.

Pencott Greenzone
Pencott Greenzone
Pencott Greenzone
Pencott Greenzone
Pencott Greenzone
Pencott Greenzone
Pencott Greenzone
Pencott Greenzone

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